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Trauer und Alkohol

Zwischen Jahresende und Jahresanfang hat der Alkohol Hochsaison. Diese Alkohol-Zeit ist für Menschen in schwierigen Lebenssituationen wie Einsamkeit, Alleinsein, Krankheit und Trauer besonders gefährdend.

Alkohol in der Trauer, warum das keine Erste Hilfe, kein Trösteli und kein Schlafmittel ist.

Alkohol ist ein Suchtmittel, dessen Verlangen ist ein Zusammenwirken von psychischen, sozialen und körperlichen Symptomen. Während der Körper nach etwas verlangt, das er sich angewöhnt hat ruft die Psyche nach der Ablenkung und die sozialen Themen werden vernebelt.
In der Trauer wirken genau die gleichen Symptome (Psyche, Sozial, Körper) gegenseitig und gleichzeitig. Die Trauer ist teils mit starken emotionalen Schmerzen verbunden, diese sich leicht mit Alkohol „betäuben“ lassen und das Gefühl geben, alles besser aushalten zu können.

„es Glas Wyy, nei eher gad e kräftige Schnaps! – nume eis zum besser schlafe.“
Was viele in diesem Gedanken und Verlangen nicht erkennen, NUR eines kann der Anfang sein.
Die Trauer wird irgendwann weniger, ein Umgang kann damit gefunden werden, das Verlangen nach Alkohol wird bleiben und kann langjährige Folgen für alle Lebensbereiche haben.

Trauer und Alkohol verträgt sich nicht!

Alkohol ist einfach zu bekommen, einfacher als ein Schlafmedikament. Für ein Schlafmedikament ist eine Kurzberatung mit Anweisung zur Einnahme nötig.
Alkohol gibt es quasi in jedem Haushalt und in jedem Lädeli ohne Beratung und ohne Gefahrenhinweis.

Wenn du in deiner Trauer oder aus anderen Gründen ein anhaltendes Verlangen nach Alkohol hast dann wende dich an eine medizinische Vertrauensperson (Hausarzt/-ärztin).

Ich empfehle im Trauerprozess während mindestens drei Monaten keinen Alkohol zu konsumieren.
Das Thema Sucht ist mir als Sozialarbeiterin professionell vertraut, wenn du in deiner Trauer ein Suchtverhalten erkennst, so unterstütze ich dich das passende Beratungsangebot zu finden.

27.12.2025