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Tod und Trauer im Kontext Arbeit

Wenn Tod und Trauer ein ganzes Team und deren Vorgesetzten betrifft.

Info für Vorgesetzte.
Trauer kann an der Stempeluhr nicht ein- und ausgeschaltet werden.
Achtsamkeit mit eigener Trauer ist genauso wichtig, wie die Trauer der Mitarbeiter*innen.
Die eigene Unsicherheit mitzuteilen hilft dem Zwischenmenschlichen, um Verhalten gegenseitig besser zu verstehen.
Die Nachfrage ist immer besser als eine Interpretation des Verhaltens.
Fragen Sie die Mitarbeiter*innen nach ihren Bedürfnissen im Jetzt.
Regelmässiger Kontakt hilft nicht nur am Anfang, auch Wochen oder Monate später, je nach Situation.
Falls die Todesnachricht am Arbeitsplatz erfolgte, dann klären, ob und wie die Arbeit fortgesetzt werden kann, z.B. Arbeitsplatz tauschen.
Die Situation zu ignorieren ist selten förderlich, es belastet die betroffene Person und das Team.

Info für Mitarbeiter*innen.
Die Überforderung der anderen ist nicht deine Schuld und nicht deine Verantwortung.
Informiere eine Vertrauensperson oder Vorgesetzte über deine persönliche Situation.
Sei ehrlich zu dir selbst, ob der Arbeitsplatz nach der Nachricht noch passt oder du einen anderen neuen Raum/Platz brauchst.
Gehe im Arbeitsalltag auf Fragen bezüglich deiner Trauer und deiner Erfahrung so ein, wie es für dich stimmt.
Die «falsche» Frage ist oft nicht mit Absicht gestellt, sondern mit Unwissen und Unsicherheit.
Du darfs direkt kommunizieren, ob du über Trauer sprechen möchtest.
Gib dem Team eine Mitteilung, ob du auf deine Trauer angesprochen werden möchtest oder lieber nicht.

Das (Arbeits-)Leben geht weiter und die Trauer mit ihrem Schicksal ist nun (vorübergehend) ein Teil davon.

Ich wünsche allen, die ein solches Schicksal betrifft den Mut zur Trauer und den Mittragenden den Mut für ein offenes Wort.

13.03.2026